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Beziehungsmuster

Immer der Falsche!

Alleine sein

Manchmal ist es in der Liebe wie im Spiel – man bekommt immer nur Nieten, nie den Hauptgewinn. Anders als im Spiel haben wir auf die Liebe allerdings Einfluss. Geraten wir "immer an den Falschen" stecken dahinter vielleicht unbewusste Beziehungsmuster, die wir seit der Kindheit mit uns herumtragen.

Die Erfahrungen, die wir bei der Erziehung durch unsere Eltern genossen haben, prägen uns. Denn besonders die Erfahrungen in den ersten drei Lebensjahren haben einen stark prägenden Einfluss. Zwar machen wir im Laufe unseres Lebens eine Menge neuer und anderer Erfahrungen, aber wir wiederholen auch unbewusst das, was wir als Kinder erlebt haben.

Leider haben besonders negative Erfahrungen einen großen Einfluss im Erwachsenenalter. Viele haben z.B. furchtbare Angst vor dem Verlassen-Werden oder Schwierigkeiten, Vertrauen zu entwickeln. Wieder andere entwickeln Schutzmechanismen aus Angst vor Verletzungen und zeigen wenig Bereitschaft sich emotional zu öffnen.

Erkennen Sie Ihr Muster

Ziehen Sie Bilanz: Welche Ängste und Gefühle haben Sie in der Beziehung begleitet, welche zentralen Konfliktthemen gab es? Auch die Trennungsgründe sind aussagekräftig: Gibt es vielleicht Ähnlichkeiten zwischen den Trennungsabläufen?

Fragen Sie sich auch, welche Charaktereigenschaften Ihre Partner hatten. Was macht einen Menschen für Sie interessant: Sind es eher typische Verhaltensweisen oder entscheiden überwiegend äußerliche Merkmale über die Anziehungskraft? Wenn Sie diese Kriterien prüfen, erkennen Sie, welche Muster bei Ihnen herrschen und Sie vorrangig bei der Partnerwahl beeinflussen.

Manchmal suchen wir uns auch gezielt Personen aus, die Eigenschaften haben, die wir selbst nicht ausleben können. Wir hoffen, durch den anderen unsere verdrängten Wünsche und Bedürfnisse zu verwirklichen.

Neue Wege

Blütenblätter

Viele Menschen können sich nur zu einem bestimmten Punkt verlieben und auf eine Frau einlassen. Es gibt auch viele die sich an andere nicht heran trauen, die sie menschlich faszinieren, weil sie Angst haben, sie könnten ihnen zu nahe kommen und angreifbar und verletzbar werden.

Gerade in Krisenzeiten oder an Wendepunkten der Partnerschaft werden solche Muster besonders auffällig. Dazu gehören zum Beispiel die Geburt des ersten Kindes oder finanziell belastende Projekte wie ein Wohnungskauf. Einige bekommen in solch entscheidenden Momenten wie ein Wohnungskauf kalte Füße.

Vorsicht Falle

Je mehr Ängste sich aufgrund unserer Kindheitserfahrungen aufgebaut haben, desto stärkere Abwehrmechanismen entwickeln wir. Stellen Sie sich den Dingen, und laufen Sie nicht vor Ihren Ängsten weg.

Doch nicht nur Kindheitserfahrungen beeinflussen unsere Beziehungsmuster, auch die geschlechtstypische Sozialisation hat ihre Auswirkungen.

Ein Rückfall in alte Muster passiert meist dann, wenn der Grundkonflikt noch nicht vollständig bewältigt wurde. Wenn Beziehungsmuster aus der Kindheit - gerade negative, weil diese eher als belastend erlebt werden - unbewusst immer wieder im Erwachsenenalter wiederholt werden, entsteht so etwas wie eine negative Routine auf der falschen Spur.

Immer in Bewegung

Verliebt sein

Natürlich gibt es auch gesunde Muster: Stabile, positive Beziehungserfahrungen in der Kindheit sind gute Vorraussetzungen dafür, im Erwachsenenalter vertrauensvoll in Beziehungen zu gehen. Aber auch, wenn Sie an sich negative Muster feststellen, heißt das nicht, dass Sie auf Liebesglück verzichten müssen. Wenn beide bereit sind, etwas zu verändern, kann eine Beziehung gelingen.

Mit anderen Worten: Leisten sie konstruktive Beziehungsarbeit. Eine Partnerschaft bleibt dann langfristig glücklich und erfüllt, wenn Sie sie als dynamischen Prozess begreifen und sich selbst und dem anderen Raum für Entwicklung geben.

Bericht von Annette Riestenpatt, Text und Bilder mit freundlicher Genehmigung von ElitePartner.de.

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